Kinder in ihrer Entwicklung früh unterstützen und zu einem selbstbestimmten Leben verhelfen.

Alle Kinder mit oder ohne Behinderung haben das Recht auf vorbehaltlose Akzeptanz ihrer Persönlichkeit. Mit meiner Arbeit als sozial- und heilpädagogische Frühförderin verfolge ich das Ziel Kinder mit Schwierigkeiten in den ersten Lebensjahren ganzheitlich zu fördern.

Erfahren Sie hier mehr darüber, wie ich arbeite, was Frühförderung überhaupt bedeutet, wie eine Frühförderung abläuft und wie Sie mich erreichen können.

Was genau ist Frühförderung überhaupt?

Frühförderung wird definiert als „spezielles Hilfsangebot für Kinder mit körperlichen, geistigen oder seelischen Auffälligkeiten und für ihre Bezugspersonen mit dem Ziel, eine Entwicklungsgefährdung möglichst früh zu erkennen und mittels Angebote dazu beizutragen, dem Kind bestmögliche Bedingungen zum Aufbau seiner Persönlichkeit und zur Entwicklung seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Alltagsbewältigung zukommen zu lassen.“ (Sohns 1998, 23)

Die Besonderheit von Frühförderung ist die individuelle, ganz speziell auf den Hilfebedarf des Kindes ausgerichtete Einzelförderung und die unmittelbare Einbeziehung der Eltern zur Stärkung ihres Selbsthilfepotenzials.

Wer wird gefördert, wer hat Anspruch auf Förderung und wie läuft die Beantragung der Leistung?

Zum Personenkreis zählen Kinder von Geburt bis zum Schuleintritt unter Einbeziehung der Bezugspersonen sowie Kinder, die

  • in ihrer Entwicklung insgesamt oder in Teilbereichen verzögert sind,
  • Wahrnehmungsstörungen aufzeigen
  • Auffälligkeiten in ihrem Verhalten zeigen
  • körperlich, geistig und/ oder seelisch von Behinderung bedroht sind oder
  • körperlich, geistig und/ oder seelisch behindert sind oder bei denen der Verdacht auf diese Behinderungen bestehen.

Beantragung und Verlauf

  • Kontaktaufnahme mit meiner Förderstelle durch Eltern oder Angehörige
  • Empfehlung zur Frühförderung eines niedergelassenen Kinderarztes
  • Antragstellung an den örtlichen Sozialhilfeträger mit Erhebung der Sozialdaten unter Beachtung des Datenschutzes, gern unterstütze ich Sie dabei
  • Feststellen der aktuellen Situation des Kindes (Sammeln der notwendigen Informationen Elterngespräche, Gutachten, ggf. Veranlassung einer Eingangsdiagnostik im SPZ, Einschätzungen von Kindertagesstätten, Beobachtungen)
  • Termin zur Begutachtung beim Gesundheitsamt, Beurteilung der aktuellen Situation des Kindes
  • Bewilligung der Leistung mit Erstellung eines individuellen Hilfeplanes unter Berücksichtigung der entsprechenden Förderbereichen
  • Durchführung der Frühförderung und Organisation weiterer Hilfen und Fördermöglichkeiten
  • Zeitnah vor Ablauf der Bewilligung Überprüfung des Förderbedarfs
  • Je nach Bedarf Antrag auf Weiterbewilligung oder Einstellung der Hilfe, was immer mit einem Sachstandsbericht unterstrichen wird.

Wie genau sieht Frühförderung für mein Kind eigentlich aus? Was genau wird dabei getan?

Methodische Grundlagen

  • Personenzentrierter Ansatz nach Rogers
  • Kinder-Spiel- therapeutischer Ansatz nach Axline
  • Situationsorientierte Ansatz
  • Ressourcenorientiert

Durch gezielte pädagogische Förderangebote wird die Entwicklung des Kindes in verschiedensten Bereichen angesprochen.

Förderbereiche

  • Motorik
    • Grobmotorik (Verbesserung noch unfertiger Bewegungsabläufe in der ersten Aneignungsphase, Förderung der Bewegungsfunktionen des Körpers)
    • Feinmotorik (Bewegungsabläufe der Hand- und Fingerkoordination, aber auch Fuß-, Zehen-, Gesichts-, Augen- und Mundmotorik)
    • Sensomotorik (Steuerung und Kontrolle der Bewegungen im Zusammenspiel mit Sinnesrückmeldungen)
    • Handlungsplanung und Handlungssteuerung (Körperschema, Lateralität, Überaktivität, Gehemmtheit)
  • Wahrnehmung
    • Visuelle Wahrnehmung
    • Auditive Wahrnehmung
    • Taktil-kinästhetische Wahrnehmung
    • Gleichgewicht
    • Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Sprache
    • Gesprächsbereitschaft
    • Anweisungs- und Aufgabenverständnis
    • Sprechfähigkeit
    • Sprachgedächtnis
    • Phonologische Bewusstheit
    • Sonstige Auffälligkeiten
  • Kognition
    • sachlogisches-rechnerisches Denken
    • kreativ-produktives Denken
    • zielbezogenes-lösungsorientiertes Denken
    • mnestische Funktionen
      • Merk- und Erinnerungsfähigkeit
      • Kurzzeitgedächtnis
      • Langzeitgedächtnis
      • Aufgabenzentriertheit
      • Aufmerksamkeitsdauer
  • Sozial – Emotionaler Bereich
    • Selbstsicherheit
    • Selbstwertgefühl
    • Psychische Verfassung
    • Kontaktverhalten
    • Kooperationsverhalten
    • Konfliktverhalten
    • Impulskontrolle/Frustrationstoleranz
    • Regelbewusstsein
    • Sozialverhalten und Selbstregulation
    • Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung
  • Lern- und Arbeitsverhalten
    • Bereitschaft und Motivation
    • Arbeitshaltung und Arbeitsausführung
    • Selbstorganisationsfähigkeit
  • Psychisch-emotionaler Bereich
    • Resillienz und Empowerment
    • Positive Körper- und Bewegungserfahrung
    • Stressbewältigung
    • Motorisches Können realistisch einschätzen
    • Umgang mit Misserfolgen

Ein paar Worte über mich.

Meine Fachlichkeit resultiert aus einer abgeschlossenen Fachschulausbildung zur Krippenerzieherin mit Staatlicher Anerkennung. Nach einem mehr als 100-Stundenprogramm in Köln bekam ich die Staatliche Anerkennung als Erzieherin.

Eigene Erfahrung machte ich mit meiner Tochter, die mit einer Infantilen Cerebralparese 1990 zur Welt kam. Hier sammelte ich innerhalb ihrer ersten Lebensjahre Erfahrungen in der Frühförderung der Stadt Köln. Mit meinem Kind nahm ich regelmäßig an Eltern-Kind-Nachmittagen teil, wo ich Gelegenheit hatte, andere Eltern mit ihren behinderten Kindern, kennen zu lernen. Dieser Austausch war bereichernd für mich und zeigte mir die vielfältigsten Behinderungsbilder mit ihrer Symptomatik und ihrer unterschiedlichen Handhabungen. Ich erhielt Einblicke in verschiedenste Therapie- und Behandlungsformen (Ergotherapie, Physiotherapie, sozial- und heilpädagogische Frühförderung, Manuale Wirbelsäulen Therapie in der Ukraine bei Dr. Kosjawkin, Konduktive Förderung nach Petö in Düsseldorf und Unterleinleiter (Bayern)).

1994 bekam meine Tochter einen integrativen Kindergartenplatz und ich ging wieder in einer Kindertagesstätte arbeiten.

So kann ich auf langjährige Berufserfahrung mit Menschen verschiedener Altersgruppen aus unterschiedlichsten Sozialisationen, sowie Menschen mit Behinderung zurückblicken. In der Zeit von 1998 bis 2000 machte ich Berufserfahrung in einer Integrativen Kindertagesstätte der Stadt Köln.

2005 – 2009 studierte ich berufsbegleitend Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule Köln mit Abschluss als Diplom Sozialpädagogin und Diplom Sozialarbeiterin und Staatlicher Anerkennung.

Ich arbeitete im Frühförderbereich der Lebenshilfe Ostseekreis e.V. und machte viele Erfahrungen mit diagnostischen Erhebungen und Screening-Verfahren.

Nehmen Sie doch einfach Kontakt zu mir auf.